Die Nutzungskonzeption des Tuppenhofs als Museum und Begegnungsstätte für bäuerliche Geschichte und Kultur
Grundlage des Museums sind die Gebäude selbst, wobei das Wohnstallhaus von 1705/09, die Scheune und das Torhaus aufgrund ihres Alters von zentraler Bedeutung sind.
Daneben soll in den Gebäuden durch die Dauermusealisierung der Gebäudeteile die Geschichte und Kultur bäuerlichen Lebens seit Ende des 17. Jahrhunderts erfahrbar gemacht werden, wobei der Schwerpunkt durch Exponate, die originär vom Tuppenhof stammen, gebildet werden soll.
Wechselausstellungen sollen das Spektrum der Exponatthemen und Gegenstände ergänzen bzw. vertiefen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Außengelände mit historischer Streuobstwiese und Bauerngarten als eindrucksvolles Anschauungsobjekt bäuerlicher Selbstversorgung.
Die Aufbereitung der bäuerlichen Geschichte und Kultur sowie der Siedlungsgeschichte im hiesigen Raum soll vor allem durch Forschung vor Ort, d.h. auf dem Tuppenhof selbst, erfolgen, wobei im Mittelpunkt der Dokumentenbestand des Tuppenhofes stehen wird; ergänzt werden die Forschungsmöglichkeit durch eine im Aufbau befindliche wissenschaft-liche Bibliothek.
Im Rahmen der Museumskonzeption steht neben den normalen Öffnungszeiten am Wochenende die museumspädagogische Betreuung von Schulklassen vor allem am Vormittag im Mittelpunkt.
Durch die Einrichtung eines Museumsshops soll dem Besucher auch die Möglichkeit gegeben werden, neben speziellen Angeboten des Museums Tuppenhof auch Literatur zur Lokal- und Regionalgeschichte zu erwerben.
Ergänzt wird das museale Angebot durch die Vortragsreihe Dienstags im Tuppenhof, die vor allem historische und kulturelle Aspekte vergangener bäuerlicher Lebenswelt veranschaulichen will. Da diese Vortragsreihe aber auch offen für weitere Inhalte und Darstellungsformen wie z.B. Dichterlesungen ist, greift diese Vortragsreihe bereits über auf das zweite Standbein der Konzeption, nämlich der Begegnungsstätte.
Durch die Kooperation mit Heimat- und Geschichtsvereinen der näheren Umgebung sowie genealogischen Vereinigungen oder wissenschaftlichen Institutionen (auch aus dem universitären Bereich) soll das Bildungsangebot des Tuppenhofes an die Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung weiter ausgebaut werden.