Auf dem Tuppenhof geht es wieder los
von Neuß-Grevenbroicher Zeitung
Ausstellung, Musikfestival, Kinderprogramm: Der Veranstaltungskalender auf dem Tuppenhof ist bis zum 1. November prall gefüllt. Was neu ist – und welche Termine schon jetzt besonders gefragt sind.
STEPHAN SEEGER
VORST Es hat schon Tradition, wenn die Kaarster Band „In between“ am 30. April ein Konzert auf dem Tuppenhof gibt und somit die neue Saison des Museums einläutet. Seit knapp 30 Jahren bedeutet dieses Event den Auftakt von Veranstaltungen wie Konzerten, Literatur, Kabarett, Vorträgen oder verschiedenen Workshops. Die inoffizielle Saisoneröffnung findet mit der Pflanzen- und Saatgutbörse allerdings bereits am 25. April statt. Der Veranstaltungskalender ist bis zum 1. November prall gefüllt, wie Tuppenhof-Geschäftsführer Jürgen Rau und Sprecher Klaus Stevens im Gespräch mit unserer Redaktion erklären. Neben bewährten Veranstaltungen gibt es in diesem Jahr auch wieder etwas Neues im Programm.
Die Highlights
Am 17. Mai wird die Jahresausstellung „Meine Freiheit – deine Freiheit. Freiheit und Eingrenzung in ländlichen Gesellschaften“ in der Scheune eröffnet und kann bis zum 16. August zu den Öffnungszeiten des Tuppenhofs besucht werden. Alle zwei Jahre gibt es in Zusammenarbeit mit dem Museumsnetzwerk Rhein-Maas eine rund dreimonatige Ausstellung auf dem Tuppenhof. „Wir bekommen nur alle zwei Jahre die Förderung vom Kulturraum Niederrhein“, erklärt Rau. In der Ausstellung wird der Frage nachgegangen, wie sich in einem überschaubaren und strukturierten ländlichen System Freiheit definierte. Verfügten Männer und Frauen über die gleichen Freiheiten? Gab es Unterschiede zwischen Vollbauern und Tagelöhnern? Eine besondere Rolle spielen dabei Dokumente aus dem Archiv des Tuppenhofs, die Einblicke in das Leben der früheren Bewohner geben.
Ein weiteres Saisonhighlight steigt am 25. September, wenn um 19.30 Uhr das Niederrhein-Musikfestival zu Gast auf dem Tuppenhof ist. In dem Programm treffen pianistische Jazzrhythmen und tänzerische Percussion aufeinander. Am 29. August tritt Kinderliedersänger Stefan Strohhut – mit bürgerlichem Namen Stefan Pelzer-Florack – auf, dessen CD im Jahr 2025 von der deutschen Popstiftung als „Bestes Kinderalbum“ ausgezeichnet wurde – dabei wurde es bereits vor 25 Jahren erstmals im Kellerstudio des Grevenbroicher Kulturamtsleiters aufgenommen.
Sehr beliebt, das könne man bereits jetzt schon im Online-Tickershop sehen, sagt Frank Ahlert, der sich um die Technik und den Internet-Auftritt des Tuppenhofs kümmert, ist wieder die „Oper im Espresso-Format“, die am 23. August vorgetragen wird. „Man sollte sich beeilen, um noch ein Ticket zu ergattern“, rät Ahlert.
Neue Events
Im vergangenen Jahr fand die Sportlerehrung des Stadtsportverbandes auf der Anlage des VfR Büttgen statt, in diesem Jahr werden die erfolgreichsten Kaarster Sportler des vergangenen Jahres auf dem Tuppenhof geehrt. Warum, erklärt Jürgen Rau so: „Der Stadtsportverband ist auf uns zugekommen. Der Tuppenhof ist mittlerweile etabliert. Wir müssen nur auf gutes Wetter hoffen, weil die Scheune durch die Jahresausstellung drei Monate belegt ist.“
Erstmals wird am 18. Oktober auch die Band „Jazz we can!“ zu Gast sein. Der Tuppenhof verspricht sich ein abwechslungsreiches Programm mit Blues, Swing und anderen Musikstilen. „Es ist eine Big Band mit Holzblasinstrumenten, das ist etwas Besonderes“, sagt Ahlert.
Museumspädagogik
Parallel zu den vielen Veranstaltungen bieten die beiden Museumspädagoginnen Michaela Kura und Christina Puth verschiedene Workshops für Kinder an, veranstalten Kindergeburtstage oder stellen ein Ferienprogramm auf die Beine. „Mit den beiden Damen haben wir einen guten Griff gemacht, das läuft schon sehr gut“, sagt Stevens. Kura und Puth sind seit April 2022 auf dem Tuppenhof beschäftigt.