Ernte auf dem Tuppenhof
von Birgit Hannemann
Erntezeit auf dem Tuppenhof: Kleine Parzellen, große Freude
Wenn der Herbst nach Kaarst kommt, duftet es auf dem Tuppenhof nach frischer Erde und geernteten Kartoffeln. Was hier wächst, hat Geschichte – und zwar eine, die man anpacken kann: Im Garten des Hofes können einzelne Parzellen in Eigenregie bepflanzt und bearbeitet werden. Die Regel dabei ist ebenso sinnvoll wie nachhaltig: Möglichst heimische Pflanzen sollen es sein, die hier gedeihen.
Die „Ackerer" sind ein bunter Mix. Familien mit Kindern nutzen die Parzellen, um den Kleinsten früh zu zeigen, woher unser Essen eigentlich kommt – nämlich nicht aus dem Kühlregal, sondern aus der Erde. Aber auch Einzelpersonen packen mit an, genießen die Handarbeit und den direkten Weg vom Beet auf den Teller.
Aktuell wird fleißig geerntet: Rotschälige Kartoffeln kommen aus dem Boden, und auch die Feuerbohnen – mit ihren auffälligen rot-weißen Blüten ein Hingucker im Sommer – haben reiche Früchte getragen.
Und es gibt noch eine zweite Erntequelle: Die Streuobstwiese, die vom NABU Kaarst-Korschenbroich gepflegt wird, trägt ebenfalls reichlich. Oft lagern Äpfel in Holzkisten direkt vor dem Tor – und die dürfen kostenlos mitgenommen werden. Wer also gerade vorbeikommt: einfach zugreifen und ein Stück heimische Ernte mit nach Hause nehmen. Guter things wachsen hier buchstäblich vor der Haustür.